Die digitale Vermögensverwaltung – lohnt sich das?

Wer sich mit seiner Vermögensanlage möglichst wenig Arbeit machen möchte, kann auf einen Roboadvisor zurückgreifen, denn hierbei handelt es sich um eine Software, welche die Vermögensanlage automatisiert übernimmt: Durch ein Algorithmen-basiertes System investiert ein Roboadvisor die festgelegte Summe in Vermögenswerte. Somit automatisiert und digitalisiert ein Roboadvisor die Arbeit eines regulären und traditionellen Finanzberaters. Doch wie funktioniert ein Roboadvisor eigentlich, welche Kosten entstehen dabei und für wen eignen sich diese? Nachfolgend wird auf die wichtigsten Fragen zu einem Roboadvisor eingegangen:

Wie funktioniert ein Roboadvisor und wie kann damit das Vermögen angelegt werden?

analysis-680572_640-300x212In der Regel und unseren Erfahrungen nach teilt sich die Funktion von einem Roboadvisor in drei entscheidende Schritte auf: Zunächst wird eine Risikoabfrage durchgeführt, in welcher der Anleger preisgibt, wie hoch das Risiko seiner Vermögensanlage mit dem Roboadvisor ausfallen soll. Unter anderem muss hier auch angegeben werden, wie hoch die Verluste, welche durchaus auftreten können, ausfallen dürfen. Die Risikoabfrage durch den Roboadvisor erfolgt im Zuge eines mehrteiligen Fragebogens. Anschließend kann der Anleger seine bevorzugten Anlageklassen aussuchen. Die Entscheidung muss hier nicht zwingend bei einer Anlageklasse liegen, denn es können auch mehrere Anlageklassen ausgewählt werden. Zu diesen können zum Beispiel Aktien, Rohstoffe, Anleihen, Immobilien oder Devisen zählen. Der Roboadvisor gibt hier selbst Empfehlungen ab, welche aus der Risikoabfrage abgeleitet werden. Nun führt der Roboadvisor seine Arbeit aus und setzt die zuvor festgelegten Anlageklassen um. In der Regel investiert der Roboadvisor nun automatisch in Indizes, ETFs und Fonds. Außerdem kauft und verkauft dieser automatisch Wertpapiere, wenn dies sinnvoll ist. Der Anleger selbst hat also keine Arbeit mehr mit dem Kauf und Verkauf sowie mit der Marktrecherche.

Welche Kosten entstehen durch die Verwendung eines Roboadvisors?

Es sollte beachtet werden, dass für den Service von einem Roboadvisor durchaus Kosten anfallen. Die Umsetzung von dem Service kann kostentechnisch unterschiedlich hoch ausfallen. Die Preise unterscheiden sich hier je nach Anbieter. In der Regel liegen diese aber bei rund 1 % der Anlagesumme. Beachtet werden sollten zusätzlich natürlich auch die Marktgebühren, welche für den Kauf und Verkauf sowie für das Halten bestimmter Anlageklassen anfallen. Diese Kosten fallen zusätzlich an und können je nach Anlageklasse variieren. Bei den meisten Roboadvisors lässt sich aber auf den ersten Blick erkennen, wie hoch die Kosten womöglich ausfallen werden. Außerdem verrät ein Blick auf die Erfahrungen von diversen Bewertungsseiten, wie nützlich der Roboadvisor tatsächlich ist.

Für wen ist ein Roboadvisor eigentlich geeignet?

Ein Roboadvisor eignet sich für alle Personen, welche ihr Geld anlegen möchten, die Verantwortung für die Anlage allerdings nicht selbst tragen möchten oder können. Dies kann zum Beispiel in der fehlenden Zeit oder dem fehlenden Wissen begründet werden. Zudem eignet sich ein Roboadvisor für alle Personen, welche bezüglich ihrer Risikobereitschaft keine eigenständige Entscheidung treffen können, welche eine Beratung bezüglich der Anlageklassen benötigen, in welche sie investieren sollen oder welche sich das Anlegen ihres Kapitals so einfach wie möglich machen möchten.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie auf diversen Vergleichsseiten.